Der zehnjährige Fritzchen hätte gern ein Fahrrad. Er geht zu seinem Vater:
„Du, Daddy, ich wünsch mir so gern ein Fahrrad.“
„Aber Fritzchen, du weißt doch, wir haben erst den neuen Trecker gekauft. Der war teuer und muss erst abbezahlt werden. Ein Fahrrad geht beim besten Willen nicht.“
So schnell gibt Fritzchen nicht auf. Er wendet sich an die Mutter:
„Weißt du, was ich mir am allermeisten wünsche? Ein Fahrrad! Gell, du kaufst mir eins?
„Ach ja, Jungchen, würde ich gerne. Jetzt ist letzte Woche die Waschmaschine kaputt gegangen. Ich musste auf die Schnelle bei Amazon eine neue besorgen. Auf meinem Konto ist Ebbe. Warte noch ein halbes Jahr. Bis dahin habe ich wieder was angespart.“
Seine große Schwester war immer gut zu ihm. Die ist schon in der Lehre und bekommt eigenes Geld:
„Du Mary, weißt du, wie du mir eine Riesenfreude machen kannst? Du kaufst mir ein Fahrrad.“
„Fritzchen, das ist leichter gesagt als getan. So viel Geld habe ich noch nicht. Ich arbeite in der Kreisstadt und zur Bushaltestelle muss ich jeden Morgen eine halbe Stunde laufen. Ich spare jeden Euro für ein eigenes Moped.“
Missmutig geht Fritzchen auf den Hof. Da sieht er, wie der Hahn auf die Henne steigt. Er gibt ihm einen Tritt und faucht ihn an:
„Wenn ich kein Fahrrad kriege, kannst du auch zu Fuß laufen!"